Festplatten sind in vielen unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. So unterscheidet man sie etwa in die Art der Schnittstellen, mit  denen das jeweilige Modell ausgestattet ist.

 

ATA/ATAPI-Geräte (Festplatten- und CD/DVD-Laufwerke) werden mit einem Flachbandkabel an die 40-polige Schnittstelle des Hosts angeschlossen.

Zwei Geräte pro Anschluss sind möglich, diese werden dabei als Master  (auch Device 0) bzw. Slave  (auch Device 1) bezeichnet.

In der Regel wird Device 0 am Ende des Kabels angeschlossen. Die Einstellung des Device-0- bzw. -1-Status erfolgt meist über Jumper.

Bei vielen Geräten gibt es auch die Möglichkeit des „Cable Select“ (CS). Dazu müssen beide Geräte auf CS gestellt werden, wobei ein spezielles Anschlusskabel den Device-0- bzw. -1-Status vergibt.

Für den ATA-5-Standard ist ein spezielles 80-adriges Kabel erforderlich. Es hat zwar weiterhin nur 39 Anschlusspins, allerdings befinden sich 41 zusätzliche Leitungen mit Masseanschluss jeweils zwischen den Datenleitungen und ermöglichen somit höhere Geschwindigkeiten (definierte Wellenimpedanz zur Verringerung von Reflexionen, Verringerung des Übersprechens zwischen den Signalleitungen). Beides könnte ansonsten zu Übertragungsfehlern führen.

 

 

In dem blauen Stecker ist ein Kondensator gegen Masse gelegt, so dass das Bord dieses Kabel erkennt und die schnelleren Modi von 66 MB/s und höher frei schaltet. Darum muss das Kabelende mit dem blauen Stecker immer aufs Bord.

 

 

Cable-Select

Seit längerem unterstützen ATA-Kabel die Cable-Select-Adressierung und haben dazu Gerätestecker in Grau und Schwarz, an die die ATA-Geräte angeschlossen werden. Wird im Cable-Select-Verfahren adressiert, ist das Gerät am schwarzen Stecker automatisch Device 0 (Master) und das Gerät am grauen Stecker Device 1 (Slave). Dabei wird die Signalleitung 28 nur zum Slave durchgeführt, jedoch nicht zum Master. Um dieses Verfahren zu nutzen, müssen beide ATA/ATAPI-Geräte auf „CS“ gejumpert sein. Andernfalls ist das eine Gerät auf „Master“ zu jumpern und das andere auf „Slave“; bei manueller Jumperung ist es gleichgültig, welches am schwarzen und welches am grauen Stecker angeschlossen ist. Wird nur ein einziges ATA/ATAPI-Gerät an das Kabel angeschlossen, muss unbedingt der Stecker in der Mitte des Kabels freigelassen werden, da ein nicht belegtes Kabelende Störungen verursachen kann. Unter Umständen ist das Cable-Select-Verfahren dabei nicht wünschenswert.

 

 

Serial ATA (seit 2000)

älterer ATA-Standard   – paralleler Bus

neuer SATA -Standard – bit-seriellen Punkt-zu-Punkt-Verbindung

Gegenüber seinem Vorgänger besitzt SATA drei Hauptvorteile:

  • höhere Datentransferrate,
  • vereinfachte Kabelführung
  • Austausch von Datenträgern im laufenden Betrieb

Seit 2010 fehlen auf vielen Hauptplatinen die Anschlüsse für ATA gänzlich.

Bei SATA hat jedes Gerät hat seinen eigenen Anschluss.

Serial ATA ist nicht auf Festplatten beschränkt, mittlerweile gibt es zum Beispiel auch SATA-Bandlaufwerke, DVD-Laufwerke und -Brenner, Speicherkartenlesegeräte sowie eine externe Schnittstelle (eSATA), womit SATA einen konkurrierenden Standard zu USB und Firewire darstellt. Allerdings sind die externen SATA – Anschlüsse bewusst inkompatibel zu SATA. Es fehlt die L-Form und die Stecker müssen geschirmt sein.

 

Links im Bild eSATA für externe Verbindung

Rechts im Bild SATA für interne Verbindung

 

                                        Kombianschluss SATA für Daten und Spannungsversorgung

Und im nächsten Beitrag wird die Northbridge erläutert 🙂

Quelle: Stefan H. BTZ